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Einleitung:
Handlungen und Subjekte in der historisch-genetischen Theorie

Klaus Holz und Ulrich Wenzel

Die Entstehung der modernen Gesellschaft durch die naturwissenschaftliche, die industrielle und die politischen Revolutionen wird von einem Umbruch im Weltverständnis begleitet. Descartes bis Hegel, Hobbes bis Marx entfalten die Einsicht: „Die Welt des Menschen konvergiert auf den Menschen.“ Durch sein eigenes Tun, Begehren und Denken entsteht die Welt, in der er handelt, wünscht und sich versteht. Der Mensch wird als sein eigener Demiurg begriffen. Seine soziokulturelle Lebensweise ist historisch durch sein eigenes Handeln entstanden; er ist Konstrukteur seiner Lebensform. Sowohl die Bedingungen der Möglichkeit der soziokulturellen Lebensform als auch die Lebensformen, die im Laufe der Geschichte entstanden sind, können deshalb durch eine historisch-genetische Rekonstruktion einsichtig werden. Dieser Ansatz ist einerseits anthropologisch, andererseits erkenntniskritisch begründet.

Die Einleitung faßt drei systematische Argumentationsgänge zusammen. Zunächst resümieren wir ein erkenntniskritisches Argument und die sich daraus ergebende anthropologische Bestimmung des Menschen. Der zweite Abschnitt geht auf die Kulturtheorie ein und fokussiert insbesondere auf die Religion, dem ersten großen Thema des Werkes von Günter Dux. Der folgende Abschnitt erörtert den Machtbegriff, dem Dux einen zentralen Stellenwert in seiner Rekonstruktion der Gesellschaftsgeschichte zuweist. Abschließend stellen wir die Beiträge des Bandes vor.

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