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Radikaler Islamismus –
Beharrlicher Traditionalismus oder Aufbruch in die Moderne?
Eine historisch-genetische Provokation

Gerda Bohmann

Im Beitrag wird, im methodologischen Rahmen der historisch-genetischen Theorie, der Genese des Weltbilds des Radikalen Islamismus nachgegangen. Seine Entwicklung wird, ausgehend von der sogenannten „muslimischen Reform” des späten neunzehnten Jahrhunderts, über den anti-kolonialen „islamischen Nationalismus” der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen bis hin zu seiner Ausformulierung in den sechziger und siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts verfolgt. Die Rekonstruktion des Weltbilds erfolgt vor dem Hintergrund der These, dass dieser Prozeß einem Wandel im Selbstverständnis der Individuen im muslimischen Gesellschaften unterliegt, d.h. daß die Genese des Weltbilds Ausdruck der Genese eines modernen, seiner gesellschaftlichen Gestaltungsautonomie bewußten politischen Subjekts ist, und damit Ausdruck eines Aufbruchs in die politische Moderne. Es wird dargelegt, daß die Transformation strukturell einen Rekurs auf traditionale Wissensbestände, im Sinne einer Reaktivierung der traditionalen Logik und ursprungsfixierter Semantiken erfordert. Leseprobe

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Über die Autorin
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