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Sozialisationstheorie und Gesellschaftsanalyse.
Zur Wiederbelebung eines zentralen soziologischen Forschungsfeldes

Tilmann Sutter

Obwohl das Verhältnis von Sozialisation und gesellschaftlicher Ordnung seit jeher eine grundlegende Fragestellung der Soziologie bildet, ist der Zusammenhang von Subjekt-, Sozialisations- und Gesellschaftstheorie mehr und mehr zerfallen. Das eingewöhnte identitäts- und handlungstheoretische Selbstverständnis der Sozialisationstheorie wird durch Prozesse gesellschaftlicher Differenzierung und differenzierungstheoretische Analysen der Gesellschaft herausgefordert. Vor diesem Hintergrund ist zu fragen, wie die Sozialisationstheorie diese Herausforderung annehmen und bewältigen kann, um die Verbindung von Sozialisations- und Gesellschaftstheorie neu zu beleben. Diese Frage wird in den drei Bereichen der Subjektbildung, der sozialisatorischen Interaktion und der gesellschaftlichen Ordnung erörtert. Dabei wird ein Vorgehen vorgeschlagen, das jenseits vereinfachter Vorstellungen des Verhältnisses von Individuen und Gesellschaft die jeweilige Eigenständigkeit der drei Bereiche berücksichtigt: Im Bereich der Subjektbildung verspricht eine Theorie der Selbstsozialisation weitere Fortschritte, ergänzt durch eine Theorie der kommunikativen Konstruktion sozialen Handelns in sozialisatorischen Interaktionen. Im dritten Bereich geht geht es um die Frage, wie sich die (sozialstrukturelle) Sozialisationsforschung auf Prozesse funktionaler Differenzierung der modernen Gesellschaft einstellen kann. Leseprobe

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